Inklusion in lokale und internationale wissenschaftliche Gemeinschaften

Projektlaufzeit

01.06.2021. - 01.11.2021.

Im Projekt einbezogenen Länder und Institutionen

flag-LT
Mykolas-Romeris-Universität
flag-DE
Technische Universität Berlin

Projektleiterin

Eleonora Dagienė

Projektziele

Die Forschungsbewertung in Litauen ist einem stetigen Wandel unterworfen. Nach zwanzig Jahren des Experimentierens mit metrikbasierter Forschungsbewertung führten die politischen Entscheidungsträger das Comparative Expert Assessment (CEA) ein. Darüber hinaus wurden zusätzliche Messgrößen für die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Forschungen herangezogen, die für litauische Akademiker relativ neu waren. 2018 konstatierten die CEA-Experten, dass einige Bereiche weiterhin stagnieren und sich ohne zielgerichtete Anstrengungen wahrscheinlich nicht verbessern würden.

Der Antragsteller hat in einem 2019 gestarteten qualitativen Forschungsprojekt versucht, die wesentlichen Triebkräfte und Hindernisse für die Anwendung nationaler Tools zur Forschungsbewertung zu ermitteln. Im Ergebnis einer eingehenden Analyse von fünfzig Interviews kristallisierte sich die Inklusion als eines der wichtigsten und strittigsten Themen heraus.

Die politischen Entscheidungsträger nutzen die metrikbasierte Forschungsbewertung als Instrument, um die Einbindung der litauischen Forschung und Forscher in die internationalen akademischen Gemeinschaften voranzutreiben. Die Forscher hingegen scheinen eher die Einbindung in die lokalen akademischen Gemeinschaften im Blick zu haben.

Dieses Projekt zielt vor allem darauf ab, deutsche Wissenschaftler anzusprechen, die sich eingehend mit Fragen der Inklusion in der akademischen Gemeinschaft beschäftigt haben. Sie sollen litauischen Forschern und wissenschaftspolitischen Entscheidungsträgern ihr Wissen und ihre Erkenntnisse im Rahmen von zwei Veranstaltungen vermitteln:

(1) ein Seminar, um die litauische Gemeinschaft mit den Forschungsergebnissen des Antragstellers und dem einschlägigen ausländischen Fachwissen vertraut zu machen.
(2) eine Diskussionsrunde, um komprimiertes Feedback von litauischen Forschern und politischen Entscheidungsträgern zu erhalten.

Hauptaktivitäten des Projekts

  1. Seminar für Sozialwissenschaftliche Wissenschafts- und Technikforschung am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- & Technikgeschichte der TU Berlin: Eleonora Dagienė präsentiert die vorläufigen Ergebnisse ihrer Analyse der Interviews mit litauischen Akademikern und Politikern.
  2. Mykolas-Romeris-Universität: Ein öffentliches Seminar im Hybridformat (persönliche Teilnahme und Online) zum Thema „Inklusion in lokalen und internationalen akademischen Gemeinschaften“.
  3. Mykolas-Romeris-Universität: Eine Diskussionsrunde zu den im Rahmen des Seminars vorgestellten Themen mit eingeladenen politischen Entscheidungsträgern und Forschern.

Direkte und indirekte Zielgruppe

Direkt:
Zielgruppe: Entscheidungsträger, Forschungsadministratoren und Forscher von Hochschuleinrichtungen in Deutschland und Litauen
Erwartete Anzahl der Begünstigten:
Projektteilnehmer – vier Forscher
Teilnehmer des Seminars – 100 (oder mehr aufgrund des Hybridformats)
Teilnehmer der Diskussionsrunde – 20 (Entscheidungsträger, Forscher und Projektteam)

Indirekt:
Zielgruppe: politische Entscheidungsträger, Forschungsadministratoren und Forscher an Hochschuleinrichtungen in anderen Ländern.

Erwartete Anzahl der Begünstigten:
Hunderte oder Tausende, bezogen auf die Gesamtzahl der Mitglieder der internationalen akademischen Gemeinschaft, die an den Ergebnissen und Empfehlungen des Projekts, die auf Konferenzen und in zukünftigen Zeitschriftenbeiträgen präsentiert werden, partizipieren werden.