Lehren und Lernen von Physik mit Experimenten

Projektlaufzeit

15.09.2021. - 15.11.2021.

Im Projekt einbezogenen Länder und Institutionen

flag-EE
Technische Universität Tallinn
flag-DE
Leibniz Universität Hannover
flag-LV
Universität Lettlands

Projektleiter

Prof. Dr. Jaan Kalda

Ziel(e) des Projekts

Das Projekt zielt darauf ab, eine Zusammenarbeit in der Physikdidaktik zwischen den beteiligten Universitäten zu initiieren, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung neuartiger Ansätze für Lehrveranstaltungen mit praktischen Anteilen im Grundstudium liegt. Die COVID-19-Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, im Besitz eines breiten Spektrums von Ansätzen für die Physiklehre zu sein, um in den Zeiten, in denen kein Kontak­tunterricht möglich ist, ein effizientes Studium fortsetzen zu können. Jede der beteiligten Parteien entwickelt derzeit ihre eigenen Methoden, die im Folgenden aufgeführt sind; von der Zusammenarbeit verspricht man sich Synergieeffekte und einen schnelleren Fortschritt an den beteiligten Universitäten.

An der Leibniz Universität Hannover wird gearbeitet an (a) Lernen über Inklusion im Physikpraktikum – Entwicklung und Erprobung geeigneter Experimente; (b) Tutorenschulung für das Physikpraktikum; (c) Tandemlehre eines Hochschulseminars zur modernen Physik für Lehramts­studierende; (d) Umbau einer Physikvorlesung nach dem Flipped-Classroom-Ansatz. Bei TalTech laufen die Projekte „RemoteLab“ und „VirtualLab“ zur Entwicklung von Experimenten, die über ein Web-Interface ferngesteuert und durchgeführt werden können, sowie von Experimenten, die virtuell durchgeführt werden können, d.h. mit Hilfe eines Computercodes, der Experimente und Messvorgänge möglichst realitätsnah simuliert. Am Physik­department der Universität Lettland wurde eine Video-Demonstrationseinheit zum Thema „Elektrizität“ erstellt, das offene Fragen für Studenten enthält, und es wurde eine Untersuchung über die Kenntnisse und Fähigkeiten von Studenten in einem Laborkurs in Physik durchgeführt.

Hauptaktivitäten des Projekts

  1. Erfahrungsaustauschbesuch von estnischen und lettischen Forschern in Hannover mit dem Ziel, sich mit den deutschen Bildungstechnologien vertraut zu machen.
  2. Austausch in Tallinn und Riga, wobei sich alle Beteiligten zunächst in Tallinn treffen, um sich mit den Projekten „RemoteLab“ und „VirtualLab“ sowie den neuartigen Experimenten für Labore im Grundstudium vertraut zu machen, gefolgt von einer Reise nach Riga, wo ein Workshop stattfinden wird.

Zielgruppe des Projekts

Direkt: Bachelor- und MSc/MEd-Physikstudenten der beteiligten Universitäten: etwa 70; Doktoranden, Dozenten und Lehrer: etwa 30. Alle acht Personen, die direkt an dem Projekt beteiligt sind.

 

Indirekt: Physiklehrkräfte, Studenten aller Fachrichtungen, die Physikkurse belegen, Schülerinnen und Schüler.