Projekte 2010Hier finden Sie die Liste der im Jahr 2010 vom Baltisch-Deutschen Hochschulkontor unterstützten Projekte
07.07.2010. – 30.11.2010. Projektdurchführer: Hochschule Ventspils, Lehrstuhl für Germanistik, Fakultät für Übersetzen und Dolmetschen Ziel war, die Anwendungsmöglichkeiten der deutschen Sprache zu aktualisieren und Deutsch in Lettland fördern. Am Germanistentag (28.10.2010.) haben mehr als 80 Interessenten teilgenommen, darunter zwei deutsche Gastprofessoren, lettische Studenten und Dozenten, Schüler und Lehrer, Absolventen, Vertreter des Arbeitsmarktes, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Lettland Dr. Klaus Burkhardt sowie weitere Vertreter der Deutschen Botschaft Riga und des Baltisch-Deutschen Hochschulkontors. Es wurden Gastvorträge, Workshops und Diskussionen veranstaltet. Öffentlichkeitswirksam wurde der Germanistentag durch ein Interview im Radio und die Verbreitung von Informationen im Internet und in der Presse begleitet. Während des Projekts wurde über neue Forschungsrichtungen und Problemstellungen im Bereich der deutschen Sprache, neue Ideen zu die Unterrichtsmethoden für Deutsch als Fremdsprache (DaF) u. a. Themen diskutiert. Es fand ein Informationsaustausch über die germanistischen Programme und Projekte an den lettischen Hochschulen. Ihre Probleme und deren mögliche Lösungen, und ein Meinungsaustausch über die Rolle der deutschen Sprache in Lettland in der Situation der Mehrsprachigkeit statt.
01.08.2010. – 30.11.2010. Projektdurchführer: Universität Lettlands, Fakultät für Geisteswissenschaften Das kurzfristige Ziel des Projektes war die Ausrichtung eines Symposiums (20. – 22. November) mit Rahmenprogramm unter dem Thema „Theaterwissenschaft: Horizonte und Perspektiven“. Dazu gehörten Vorbereitungsseminare, ein Hauptteil mit Vorträgen deutscher Professoren, Diskussionen mit Studierenden und eine Nachbereitungsphase. Als Rahmenprogramm wurden Theaterbesuche veranstaltet. Das Ziel war, Einblick in die aktuellen Entwicklungen zweier unterschiedlichen Theaterlandschaften zu verschaffen und den Stand der Theaterwissenschaft im Bezug zu diesen Entwicklungen darzustellen. Das langfristige Ziel des Projektes ist, einen akademischen Austausch zwischen den zwei einzigen auf Theaterwissenschaft und Theaterpraxis ausgelegten Studienrichtungen in lettischen Hochschulen (Universität Lettlands und Kulturakademie Lettlands) und Studiengängen der Theaterwissenschaft in deutschen Partneruniversitäten (Ruhr-Universität Bochum und Universität Hamburg) zu fördern. Im Laufe der Durchführung des Projekts kam ein für das Fach nötiger Meinungsaustausch zustande, es ergab sich die Gelegenheit zur Arbeit mit den Studenten und es wurde das gegenseitige Interesse an der Kooperation bestätigt. Dies äußerte sich in gegenseitigen Einladungen, an demnächst geplanten Veranstaltungen teilzunehmen und im Nachdenken über die Möglichkeiten eines studentischen Austausches. Insofern ist das Hauptergebnis des Projekts, dass ein Grundstein für weitere gemeinsame Aktivitäten gelegt worden ist (wie etwa regelmäßige Gastvorträge, Workshops u.a.). Ebenso wichtig ist die Anknüpfung an die Theaterszene gewesen: Die Gäste haben einen breiten Einblick in das lettische Theater gewonnen, sowohl durch die Vorträge, Diskussionen und durch persönliche Gespräche als auch durch die Theaterbesuche. In der Folge wird ein Artikel über die lettische Theaterszene für Deutschland verfasst, ebenso ist der Besuch einer Studentengruppe aus Lettland in Deutschland geplant sowie ein Doktorandenaustausch in Rahmen von Kolloquien u.a.
17.05.2010. - 29.12.2010. Projektdurchführer: Universität Lettlands, Lehrstuhl für Rechtstheorie und Rechtsgeschichte, Rechtswissenschaftliche Fakultät Das Ziel des Projekts war die Organisation und Durchführung des „VI. Rechtshistorikertag im Ostseeraum“. Auf der Konferenz in Tartu (3.-4. Juni) und Riga (4.-5. Juni) wurden 20 wissenschaftliche Vorträge über Aspekte gehalten, die rechtlich und historisch die Staaten des Ostseeraums vereinen und trennen. Im Jahr 2011 werden die Vorträge in einem Buch veröffentlicht.
01.04.2010. – 30.11.2010. Projektdurchführer: Universität Lettlands, Fakultät für Gescichte und Philosophie Das Ziel des Projekts war es, Studenten, Hochschullehrer und alle Interessenten in die philosophischen Anschauungen von Prof. G. Abels einzuführen. Im Rahmen des Projekts hat Prof. R. Kûlis einen kurzen Kurs für die Philosphie-Studierenden über die Anschauungen von Prof. G. Abels abgehalten. Prof. Abel hat dann am 2. Dezember in Riga einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel "Was macht den Menschen einzigartig?” gehalten und am 3. Dezember einen Vortrag zum Thema „Philosophie und Neurowissenschaft. Bewusstsein, Sprache und Natur” für Studierende der Philosophie. Prof. Abel hat auch in einem Doktorandenseminar teilgenommen und einen Vortrag im Institut für Philosophie und Soziologie der Universität Lettlands gehalten. Die Vorträge werden ins Lettische übersetzt, und es ist geplant sie im Jahr 2011 als Broschüre herauszugeben.
20.05.2010. – 30.11.2010. Projektdurchführer: Universität Lettlands, Institut für Philosophie und Soziologie Vittorio Hösle (1960) ist ein einflussreicher Vertreter der heutigen deutschen Philosophie mit sehr weitem Interessenkreis. Neben seiner akademischen Arbeit (Deutschland, USA) wirkt der Philosoph unmittelbar an der Lösung sozialer Probleme auf internationalem Niveau mit (Autor mehrerer Expertisen für das Bundeskanzleramt, Berater am Staatsfernsehen Italiens, Tätigkeit am Komitee für eine demokratische UNO) teil. Das Ziel des Projekts war die Vorbereitung des Buches von Vittorio Hösle "Die Krise der Gegenwart und die Verantwortung der Philosophie" zur Herausgabe in lettischer Sprache. Im Laufe der Projektarbeit konnte das Wissen der Beteiligten über aktualle Fragen der deutschen Philosophie und die geistigen Strömungen der Welt erweitert werden. Das Buch wird bei Studien der Philosophie an den Hochschulen Lettlands genutzt werden, könnte aber auch das Interesse breiterer Gesellschaftskreisen hervorrufen.
12.07.2010. – 15.10.2010. Projektdurchführer: Die staatliche Aktiengesellschaft «Tiesu namu aģentūra» Im Rahmen des Projekts wurden Korrektur und Redaktion des Buches „Fälle und Lehrmaterialien zum Recht der Europäischen Union“ durchgeführt. Damit steht nun ein bedeutendes und aktuelles Lehrmittel zum Recht der Europäischen Union in lettischen Sprache zur Verfügung, dessen Ziel es ist, den Erwerb, die Vertiefung und Verbesserung der Kenntnisse über Europarecht voranzutreiben und das auch in der praktischen Arbeit mit dem Europarecht nützlich sein wird. Das Buch ist für alle Studenten der Rechtswissenschaften Lettlands ab dem Master, für die Lehrkräfte der Universitäten und Hochschulen, für Forscher im Bereich Europarechts und für praktizierenden Juristen – Richter, Rechtsanwälte und sonstige – vorgesehen, deren professionelle Tätigkeit mit der Anwendung des Europarechts verbunden ist.
25.05.2010. – 30.11.2010. Projektdurchführer: BA Hochschule für Business und Finanzen Im Rahmen des Seminars (20.-21. Oktober) und des Erfahrungsaustausches wurde über den Begriff der Innovationskultur, über die Grundvoraussetzungen zur Schaffung dieser Kultur im Studienprozess, über die Rolle von Innovationen in der Wissensgesellschaft (knowledge based economy), über Ergebnisse deutscher und lettischer Forschungen zu diesem Fragenbereich und über den Einfluss der Innovationskultur auf die Umgebung von Studium und Businesses diskutiert. Die Teilnehmer des Seminars definierten mögliche Wege und Maßnahmen zur Förderung der Innovationskultur und des entsprechenden Potenzials in ihren Hochschulen sowie in den Unternehmen.
15.05.2010.-15.12.2010. Projektdurchführer: Technische Universität Riga, Riga Biomaterial- Inovations- und Entwicklungs Zentrum Das Projekt hatte einen wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch zur Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Zellen und Materialien zwecks der Entwicklung gemeinsamer Interpretationsprinzipien von entsprechenden Untersuchungsergebnissen zum Ziel. Im Laufe der Forschung wurde eine gezielte Nano- und Mikrostrukturierung der Oberfläche von Biomaterialien (Mirco-Contact-Printing, Layer by Layer Strukturierung, Laserstrukturierung) vorgenommen. Es wurden auch Zelltests zur Wechselwirkung zwischen den genannten Strukturen und Zellen durchgeführt. In-vitro-Forschungen haben gezeigt, dass das gerichtete Zellwachstum und die unterschiedliche Anlagerung der Zellen in Abhängigkeit von den verwendeten Strukturen steht.
10.07.2010. – 30.09.2010. Projektdurchführer: Universität Lettlands, Fakultät für Physik und Mathematik, Laboratorium für mathematische Modellierung der Umwelt- und Technologieprozesse Im Rahmen des Deutsch-Lettischen wissenschaftlichen Kolloquiums „Modelling for material processing“ zum Anlass des 20 Jährigen Jubiläums der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Leibnitz Universität Hannover und der Universität Lettlands wurde ein PhD Kurs (10.-15. September) durchgeführt, dessen Ziel die Gewährleistung der Möglichkeit einer Beteiligung von Doktoranten am wissenschaftlichen Kolloquium, eine Stärkung und Erweiterung der traditionellen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen jungen lettischen und deutschen Forschern im Bereich der mathematischen Modellierung von Technologieprozessen und eine Förderung des Erfahrungsaustausches zwischen erfahrenen, hoch qualifizierten Forschern und jungen Wissenschaftlern im Bereich der Modellierung von Wärme- und Stoffaustauschvorgängen in industriellen Hochtemperaturprozessen und allgemein zwischen jungen Physikern und Ingenieurs-Wissenschaftlern aus Lettland und Deutschland durchzuführen. Im Rahmen des Projekts haben 8 PhD-Sudenten den Kurs „Modellierung in Materialtechnologien“ im Umfang von 40 Stunden belegt. 15 Forscher haben sich an den Übersichtsvorlesungen von Prof. R. Friedrich und Dr. Helge Riemann (insgesamt 10 Stunden) beteiligt. Es sind neue wissenschaftliche und persönliche Kontakte zwischen den Doktoranten und den Lektoren entstanden.
22.07.2010. - 22.12.2010. Projektdurchführer: Technische Universität Riga, Fakultät für Architektur und Stadtplanung in Kooperation mit dem „büro büchel“ für Stadtentwicklung in Riga Das Ziel des Projekts war die curriculare Entwicklung und vertragliche Absicherung des internationalen baltisch-deutschen Masterstudiengangs „Stadtentwicklung“ und die Sicherstellung aller notwendigen inhaltlichen und normativen Bestandteile des Masterstudiengangs für die offizielle Anmeldung und Akkreditierung des Studiengangs. –Dabei ging es um die inhaltliche und vertragliche Abstimmung zwischen allen Partnern: der Bauhaus Universität Weimar, der Universität Lettlands, der Technischen Universität Riga und der Technischen Universität Gediminas Vilnius. Die Projektpartner haben sich entschlossen, gemeinsam einen internationalen, englischsprachigen Masterstudiengang auszuarbeiten, der vertiefende und fachübergreifende Kenntnisse, Kompetenzen und berufliche Fertigkeiten in Stadtplanung und Urbanistik vermittelt. Dieses Vorhaben unterstützen auch die Fachleute in kommunalen, staatlichen und privaten Stadt- und Raumplanungsinstitutionen. In der Pilotphase wird das neue Studienprogramm nur für Interessenten aus Deutschland, Lettland und Litauen angeboten und erst später auch in Nordosteuropa und weiterer Länder ausgeschrieben. |








