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Projekttitel

Die Auswirkung von strukturellen und sozialen Veränderungen auf die Gemeinden in Deutschland und in den Baltischen Staaten (CliMBinG) 

Projektlaufzeit 

01.03. - 30.11.2018 

Im Projekt einbezogene Länder und Institutionen

1. Technologische Akademie Rezekne (Lettland)

2. Mykolas-Romeris-Universität (Litauen)

3. Technische Universität Tallinn (Estland)

4. Hochschule Harz (Deutschland) 

Ziel(e) des Projekts 

Gemeinsames Ziel des Projektes ist es, die Auswirkungen des sozialen und strukturellen Wandels auf Kommunen in Deutschland und den baltischen Staaten transferorientiert zu untersuchen, ein transnationales und interdisziplinäres Wissenschafts- und Innovationsnetzwerk zur Lösung dringender kommunaler Herausforderungen zu etablieren und Anträge (Antragsstrategien) in geeigneten EU-Forschungsprogrammen vorzubereiten.

Das vorgeschlagene Projekt kombiniert Forschung und öffentliche Veranstaltungen:

1. Wohlbefinden und Wirtschaftskraft sind die Schlüsselbegriffe für die Bedeutung von Gemeinden/Landregionen für unser Leben. Sie sind Heimat, Natur, Erholungs- und Rückzugsort sowie wichtige Wirtschaftsstandorte für KMU. Nach der Eurostat-Definition sind 90 % der EU-Fläche ländlich oder überwiegend ländlich geprägt. Etwa die Hälfte der EU-Bevölkerung lebt in Gebieten, die unter diese Definition fallen. Die großen sozialen und strukturellen Herausforderungen, die sich die EU aktuell gegenübersieht, wie Klimawandel, Nachhaltigkeit, sinkende Geburtenraten, Migration (Brain Drain) und Digitalisierung verändern auch das soziale Leben und die Wirtschaft, insbesondere in ländlichen Regionen. Eine nachhaltig-regionale Entwicklung ist daher nur möglich, wenn Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Verwaltung zusammenarbeiten und die genannten hochkomplexen Herausforderungen interdisziplinär betrachtet werden. Diesen Ansatz verfolgt das CliMBinG-Projekt. Interdisziplinäre und transnationale Ansätze/Instrumente zur Bewältigung des strukturellen und sozialen Wandels in Kommunen, insbesondere in den baltischen Staaten, sind noch nicht ausreichend vorhanden. Das Projekt CliMBinG schließt diese Lücke, indem es Experten aus verschiedenen Disziplinen der angewandten Forschung mit Bürgern, Unternehmen (insbesondere KMU) und öffentlichen Institutionen zusammenbringt. Gleichzeitig soll das Projekt aber auch zu einer stärkeren Einbindung der angewandten Wissenschaften in Forschung und Innovation in Europa führen (z. B. H2020).

2. Organisation eines Kick-off-Meetings (Harz-Hochschule, Wernigerode) mit Einführung in die deutsche Sprache/Kultur, interdisziplinäre Forschungsvorträge, Open Space Sitzungen und Forschungsgruppenbildung. Organisation eines Abschlussseminars (RTA, Rezekne), das aus öffentlichen Vorträgen von Wissenschaftlern der Hochschule Harz wie Prof. Heilmann, Prof. Pundt oder Prof. Strack und einer interaktiven Evaluation der zu entwickelnden Projekte (als "Proposal Clinic") besteht.

Die persönlichen Treffen dienen folgenden Teilzielen:

  • Best-Practice-Ansätze/Good-Practice-Ansätze / nachhaltige Impulse für einen erfolgreichen Strukturwandel zu identifizieren und zu diskutieren
  • einen Überblick über mögliche EU-Forschungsprogramme im Themenbereich zu geben
  • Stärkung der interkulturellen Kompetenzen der beteiligten Wissenschaftler/innen / und nichtwissenschaftlichem Personal
  • die direkte Einbindung der kommunalen Akteure in die Projektentwicklung - insbesondere der Kommunalverwaltungen und der KMU (IT, Tourismus, Umwelt) - sicherzustellen, um potenzielle Ängste und Vorurteile abzubauen und die Dringlichkeit und Notwendigkeit des CliMBinG-Themas (Nutzenargumentation und Überzeugung für eine Projektbeteiligung) aufzuzeigen
  • Beispiele aus der aktuellen Forschung in das laufende Studienprogramm einfließen zu lassen, um Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, eigene Forschungsideen zu entwickeln und ihnen Möglichkeiten der Beteiligung an den zu entwickelnden Projekten aufzuzeigen
  • Die zu entwickelnden Projektideen zu evaluieren / zu prüfen
die weitere Zusammenarbeit und den Wissens- und Technologietransfer zu fördern 

Zielgruppe des Projektes 

Direkt: Kernteam und unterstützende Akteure des Projektes:

  • Forschende und nichtwissenschaftliches Personal der beteiligten Akteure aus Lettland (RTA), Litauen (MRU), Estland (TUT) und Deutschland (HS Harz), ca. 20 Personen

Indirekt: Projektbeteiligte z. B. potentielle Teilnehmer an den geplanten Meetings, Diskussionen, zukünftige Projektpartner der zu planenden EU-Projekte (ca. 80)

  • Studierende aus den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen als Nachwuchswissenschaftler und potenzielle Mitarbeiter in den zu planenden EU Projekten sowie als Nutznießer zukünftiger gemeinsamer Studienprojekte / Programme
  • Weitere Hochschulen/ Forschungseinrichtungen
  • Politiker / Kommunalverwaltungen
  • Kommunen, Stadtverwaltungen, Stadtwerke, Schulen
  • Unternehmen und deren Beschäftigte (insbesondere KMU - im Sektor Tourismus, IKT, Umwelt)
  • Verbände, Ehrenamtliche und Bürger
  • Touristen
Allgemeine Öffentlichkeit (weitere Teile der Gesellschaft in Litauen, Lettland, Estland und Deutschland, die über die geplanten Veranstaltungen und EU-Projekte, Veröffentlichungen sowie die Hochschulkommunikationskanäle (Forschungsmarketing) und die öffentlichen Medien über die Ergebnisse informiert werden. 

Hauptaktivitäten des Projekts und den/die Veranstaltungsort(e) an dem/denen die Aktivitäten im Rahmen des Projekts durchgeführt werden

1. Organisation eines Kick-off-Meetings (mindestens ganztägig): "Von lokalen / regionalen Fragen zu einem gemeinsamen EU-Projekt" inkl. Aktivitäten zur Einführung der Gastwissenschaftler in die deutsche Sprache und Kultur, Forschungsvorträge, Freiraum / Kreativität und Arbeitsgruppensitzungen (an der Hochschule Harz in Wernigerode)

2. Entwicklung von Forschungsprojekten in den Forschungsgruppen über Online-Meetings unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der kommunalen Akteure einschließlich Partnering-Aktivitäten

3. Anträge auf EU Forschungsförderung: Suche nach möglichen EU-Förderprogrammen für die zu entwickelnden Forschungsprojekte, ggf. Anpassung der zu entwickelnden Projektanträge an die Förderprogramme, Entwicklung einer Antragsstrategie soweit möglich, bereits Einreichung der Förderanträge

Organisation eines Abschlussseminars (mindestens ganztägig) inkl. Gastvorträge / Präsentationen für Studierende, interessierte Wissenschaftler, Verwaltungen sowie KMU und Bürger als Gasthörer sowie Kurzvorstellungen der entwickelten Projektideen („Pitching“) und Diskussionen (z. B. als „Proposal Clinic“), „Lessons Learned“ mit dem Kernprojektteam und relevanten Projektbeteiligten als zukünftige Projektpartner (RTA in Rezekne, Lettland) 

Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen des Projekts

1) Kick-Off Meeting "Von lokalen Fragen zum gemeinsamen EU-Projekt" an der Hochschule Harz in Wernigerode (Deutschland) 26 - 27 April 2018

2) 11. September, 9:00 - 12:00 Uhr

Technologische Akademie Rezekne, Atbrīvošanas aleja 115, Rēzekne, Lettland

Seminar und Diskussionen im Rahmen des Projekts

Programm (Englisch)